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May 25th


CD/LP Music Reviews 04-2013!
 

CD/LP Music Reviews 2/03



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Reviews Crossover 05-11 Drucken E-Mail

soundtrack * crossoverpop/rockcatalog  *  jazz  electro world  * dvd-special *  

 Montmorensy -  Writ In Water
 
 Traumton / Indigo                                                                  
 
 
 
Wer bitte ist Montmorensy? Der Australier Paul Hankinson, den es nach seinem Musikstudium nach Berlin zog, das ihm der beste Ort schien, um "schamlos romantisch, exzentrisch und verrueckt" zu sein. Mit "Writ In Water ", dem Debütalbum des Singer/Songwriters, Pianisten und Komponisten, liegt nun eine Sammlung entsprechend üppig orchestrierter, fantasievoll betexteter und theatralisch inszenierter Songsuiten vor. Nach einer standesgemaessen "Croverture" kommen u.a. das Goldfischlied, das Verhaeltnis von Satelliten und Enten, die Antarktis und die Gestirne zu ihrem Recht, flankiert von Elton John-Piano-Posen, Musicalpathos und, man staune, großem Orchester, ermoeglicht durch die Unterstuetzung  von Traumton. Label & Kuenstler haben sich gefunden. Auch im eigenen Urteil ist dieses Opus magnum "komplett over the top". "There's a wrinkle on my forehead and it's easy to tell that it's a line from one of Beethoven's quartets."                www.montmorensy.com    myspace.com/montmorensy
 
  
 Signal - Glassworks
 
 Various Artists - OMM / Codaex  
                                  
 
 

Das Album "Glassworks" war Anfang 1982 nicht nur eine der ersten Cds  sondern auch ein wichtiger Wendepunkt in der Karriere des US-amerikanischen Komponisten. Zum ersten Mal versuchte Philipp Glass nach den epischeren Stücken der 70er Jahre sich mit diesem als Konzeptalbum zunaechst spezifisch für das Aufnahmestudio, s geschriebenen Konzeptalbum an kürzeren Formaten fuer ein popaffines Publikum. "Glassworks" entstand als sechsteiliges Werk (I. Opening, II. Floe, III. Islands, IV. Rubric, V. Facades, VI. Closing - alle mit jeweils 6 – 8 Minuten Spielzeit) . Der langjährige Glass-Mitarbeiter Michael Riesman hat die Glassworks für das bekannte New Yorker Kammerensemble Signal  arrangiert und es am 11. April 2010 im berühmten New Yorker Club "Le Poisson Rouge" aufgeführt. 30 Jahre nach Entstehung wurde das Werk zum ersten Mal in vollständiger Länge im Big Apple, der Hauptstadt der Minimal Music, live aufgeführt - erstaunlich, aber wahr.

 

 
  
 The Very Best of Nigel Kennedy
The Very Best of Karl Jenkins
 
 Various Artists - beide: EMI                                                                   
                                                                                                                             
 
 
Zwei "Very Best of" - Doppel-Cds aus dem Hause EMI., Abteilung Klassik, Unterabteilung "offen fuer U-Musik". Zunaechst wird eines der besten Millionen-Pferde im Stall, unser aller Lieblingsexzentriker an der Geige, von der Firma einmal mehr mit einem Sammelwerk gewuerdigt. Da der begnadete Selbstdarsteller Nigel Kennedy bekanntermassen sowohl als herausragend wilder Klassik-Solist wie auch als unorthodoxer Jazzmusiker sein weltweites Publikum begeistert, ist es nur legitim, auf der zweiten CD auch Modern Jazz vom Nigel Kennedy Quintet, Klezmer-Interpretation mit der Kroke Band oder eine Zusammenarbeit mit Boy George - aus Kennedys jüngstem Album "Sssh!" potentiellen neuen Kenndy-Entdeckern vorzustellen.
www.nigelkennedy.de/

Der walisische  Multiinstrumentalist & Komponist Karl William Pamp Jenkins ist einer der meistaufgefuehrten zeitgenoessischen Musikautoren. Die vorliegende "Very Best of" versammelt  Highlights aus Jenkins' Schaffen  mit dem Chorprojekt Adiemus und mehreren Orchestern, wie "The Armed Man", "Requiem", "Gloria", "Stabat Mater", "Palladio", "Stella Natalis" und 'Quirk". Am wohlsten fuehlt sich Jenkins  auf dem Feld einer modernern Kirchenmusik mit Klassik-Touch, wie schon bei der Eröffnung mit "Vidit Jesum In Tormentis", mit dem Royal Liverpool Philharmonic Chorus deutlich wird. Die kompakte, in der Booklet-Ausstattung allerdings etwas duerftige Zweitverwertung hat mit dem Repertoire Vertrauten wenig zu bieten, ihre Zielgruppe sind klar potentielle neue Fans, obwohl auch denen einige zusaetzliche Infos zur Musik sicher nicht geschadet haetten.
www.karljenkins.com/news/news-view/the-very-best-of-karl-jenkins







 
 Kurofune  Songs from the Black Ships
Signe Bakke plays Karen Tanaka - Chrystalline 
 
 Various Artists - Carpe Diem * 2L / beide: Naxos                     
            
 

Die Besonderheit Japans, die derzeit erneut -im Katastrophenkontext- beschworen wird, ist unter anderem ein Produkt der jahrhundertelangen Isolation des Landes. In diese historische Periode entfuehrt  das Programm von "Kurofune": auf den sogenannten  "Schwarzen Schiffen“  gelangten im 16. und 17. Jahrhundert Missionare und Händler von Europa nach Japan und mit ihnen auch die Musik der fremden Fuerstenhoefe. Die japanische Sopranistin Chiyomi Yamada singt hier, begleitet von den Lautenisten Toyohiko Satoh und David van Ooijen,  neben europaeischem Liedgut auch Stuecke aus den zeitgenoessischen japanischen Vergnügungsvierteln. Das Cover bedient -auf geschmackvolle Art- Japan-Klischees, das musikalische Programm geht darueber hinaus.
http://shop.carpediem-records.de/de/Kurofune-Songs-from-the-Black-Ships

Ein weiteres japanisches Thema - Die norwegische Pianistin Signe Bakke spielt auf "Crystalline"  18 Stuecke aus dem Ouevre der 50-jaehrigen japanischen Komponistin Karen Tanaka, die bekannt ist fuer ihren klanglichen Purismus. Ihre Musik wurde bereits haeufig augenommen, u.a. vom Tokyo Symphony Ochstra oder dem Brodsky Quartet. Signe Bakke praesentiert neben dem als Intro und Outro fungierenden titelgebenden Stueck Ausschnitte aus "Children of Light" sowie die jeweils dreiteiligen Kompositionen "Water Dance" und "Techno Etudes". Auch fuer Klangenthusiasten bietet die Hybrid-SACD ein zusaetzliches Extra: sie wurde im DXD (Digital eXtreme Definition)-Verfahren produziert.

           

 
  
 for films edit 15 
 
 Various Artists - Freibank Musikverlag   
                                                                         
 
 

Die Freibank Musikverlage haben  nun bereits die 15. Auflage der erfolgreichen "For Films"-Reihe unter das Filmentscheidervolk gebracht. In gewohnt hoher Bandbreite finden sich hier Tracks neuer, aber auch etablierter Künstler, die fuer Spiel- oder Dokumentarfilme eine passende Bereichrung darstellen koennten. Der Verlag sieht die CD einmal mehr als "unabdingbares Werkzeug für den Einsatz in Film und Fernsehen, aber auch bei Werbeproduktionen und Premium-CD’s". Und wie stets bieten die CDs der "for films" Reihe nur einen kleinen Ausschnitt des sich stetig verbreiternden Freibank Repertoires. Anrgung zum Weiterstoebern, Folge 15.

www.freibank.de


 
  
 Katahrine Mehrling - Am Rande der Nacht
 
 Monopol  / DA Music                                                                                        
 
 

Katharine Mehrling hat nicht mit Dieter Bohlen geschlafen, soviel moechte die in Musical & Theater erprobte Kuenstlerin anhand ihres Auftrittes bei der  Vorentscheidung zum Eurovisions Grand Prix und einem mediokren (von HArold FAlermeyer produzierten) Popalbum festhalten. Schauspiel und Musical Theatre studierte Mehrling in New York und London.  genauso wenig wie ihr Duett mit Christopher Lee oder das von Harold Faltermeyer produzierte Popalbum. Die aufgekratzte Sally Bowles in "Cabaret" ist eine ihrer Paraderollen. Doch auch mit Mentor Rolf Kühn im Ruecken tut sich die Mehrling in der eigenen Wunsch-Rolle als Jazzsaengerin schwer. Ihre Texte kommen nicht ueber (Lasziv-)Klischees hinaus, und auch die stimmliche Interpretation reisst nicht vom Hocker.                www.katharine-mehrling.de/


 
  
 Jace Everett - Red Revelations
 
 Wrasse / Harmonia Mundi                                                                            
 

"True Blood" als Karriere-Sprungbrett. Seit "Bad Things" dem Vorspann der in Louisiana spielenden Neo-Vampirserie  unterlegt wurde, konnte der texanische Modern-Country-Saenger Jace Everett seinen Bekanntheitsgrad inner- und ausserhalb der USA deutlich steigern. Im Titel des neuen Albums "Red Revelations" wird denn auch sachte an diesen persoenlichen Gluecksfall erinnert. Dass der Waylon Jennings und Willie Nelson als Haupteinfluesse nennende Songwriter hier auch Soul- und Rock in seinen Sound einbindet, duerfte durch die "True Blood" auf Everett gestossene neue Fans ebenso freuen, wie dass der 2006 bereits entstandene Vorspanntrack hier noch einmal als 12. Track enthalten ist.                  www.jaceeverett.com        myspace.com/jaceeverett 



 
  
 

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