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May 25th


CD/LP Music Reviews 04-2013!
 

CD/LP Music Reviews 2/03



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Reviews Electro 05-11 Drucken E-Mail

  soundtrack * crossoverpop/rockcatalog  *  jazz  electro world  * dvd-special *   

 Noze - Dring
 
 Get Physical /  Rough Trade                                                                             LIVE-TIPP
 
 

Das skurrile Pariser Produzenten Duo Nôze kultiviert nur zu gern seinen leicht angeschrägten Ruf. Nicolas Sfintescu lässt sich seine nächtliche Wärmflasche in  die  Nôze-Tourverträge schreiben, während Kollege Ezechiel Pailhès  auf Fellbekleidung steht. Musikalisch setzen die beiden  für "Dring" auf eine zuweilen schluckaufartig hüpfende Mischung aus Housebeats, kosakenartigen Chören und ursprünglich einmal volkstümlicher Tanzmusik wie Klezmer, Polka, Cumbia oder Reggae) andererseits. Der Ruf, der Pailhès und Sfintescu vorauseilt, begründet sich jedoch vor allem durch ihre entfesselten Konzertperformances -  unverkennbar Nôze.  Vereinzelte Livetermine im deutschsprachigen Raum - check out www.myspace.com/nozecircus 


 
  
 Bibio - Mind Bokeh
 
 Warp / Rough Trade                                                                                         
 
 

So unberechenbar ist er gar nicht. Bibio alias Stephen Wilkinson setzt  für "Mind Bokeh" weiter auf folkige Vocals und Songstrukturen sowie eigene Feldaufnahmen (feines Regenintro "Excuses"). Innerhalb seines ganz eigenen elektronischen Klangkosmos haben ferner sogar Rockgitarren (beim sehr an  Phoenix erinnernden Track "Take Off Your Shirt") ihr Plätzchen. Weiterhin phantasievoll, eigenwillig und untypisch für sein Heimat-Label Warp.

Play Track 4,5,8
www.myspace.com/mrbibio


 
  
 Wolfram - Wolfram
 
 Permanent Vacation /  Groove Attack
 
 

Die Vocoder singen wieder. Im Gefolge des Cosmic-Disco-Revivals soll nun auch Euro-Dance wieder hoffähig trompetet werden. Der zwischen Wien und New York - ultrahip!- pendelnde Weaner Producer Wolfram Eckert aka Discokaine lässt nach dem Szene-Erfolg seiner Sally Shapiro-Platte den sperrigen Nachnamen weg und verneigt er sich mit seinen poppigen Basteleien unter Mithilfe  von Kollegen wie Andrew Butler & Kim Ann von Hercules & Love Affair, Holy Ghost oder Patrick Pulsiner nicht nur vor der 80s & 90s-Diskokugel, sondern vor allem vor Waber-Synthie-Acts wie Tomita, Tangerine Dream und Vangelis. Nebenbei werden Paul Parker und  Haddaway ("What is Love") reanimiert. Baby, don't hurt me.
Play Tracks 1,2,6,7.


 
  
 Mo´Horizons & The Banana Soundsystem
 
 Agogo / Indigo                                                                                                    
                                                                                                                               LIVE-TIPP
 
 
Un, Dos, Tres - bailar! Das ehemalige Stereo Deluxe-Zugpferd-Duo aus Hannover (remember "Foto Viva"?) wurde an dieser Stelle ja schon des öfteren berücksichtigt. Mit dem aktuellen (fünften)  "Banana Soundsystem"-Album sind Ralf Drösemeyer und Mark Wetzler wieder mal  auf Latin-, Bossa-, Funk-  und Soulzutaten verfallen. Wie schon Gäste vom Schlage des Latin-Grammy-Gewinners Néné Vasquez, der portugiesischen Sängerin Marga Muguambe oder des chilenischen Bassisten Nelson Arriagada faellt der Latin-Einschlag diesmal deutlicher aus. Und es sind einige wirklich eingängige Tracks gelungen, auch wenn es die x'te Klezmer/Balkan-Nummer oder eine laue Prince-Coverversion {"Kiss") nicht gebraucht hätte. Play Tracks 2-5.  Soundsystem-Live-Tour in Vorbereitung - check out                        www.myspace.com/mohorizons


 
  
 Tandy Love - Turk Jerk
 
 Fat City - Groove Attack
 
 

Von wegen Turk Jerk - die tuerkischen 70's-Fundstuecke, die Tandy Love von der B Music-Crew da enthüllt, 13 obskure, Pop-, Psychedelic-, Funk- und Disco-Pieces sind, teils neu editiert und gemixt, meist durchaus unterhaltsam.  Beim Zusammenstellen dieses Anatolian Anagram-Albums mit seinem grossartigen Cover hat der Vinyljaeger aus Manchester teinmal mehr ief in tuerkischen Plattenkisten gegraben. Beim Staunen ueber die  oefters nach Bibliotheks-Musik klingenden Ausgangsmaterialien von Kuenstlern wie Selda, Baris, Ersen oder Alpay u.v.a. sind denn auch gelegentliche Wiederholungs-Laengen im Endresultat verziehen.


 
  
 Wolf + Lamb vs. Soul Clap - DJ Kicks
 
 K7 / Alive                                                                                                             
 
 

Gleich vier DJs legen bei der neuen DJ-Kicks-CD Hand an: Wolf + Lamb ( aka Zev Eisenberg & Gadi Mizrahi) vom gleichnamigen New Yorker Houselabel auf der einen, das Bostoner Duo Soul Clap (Charles Levine & Eli Goldstein) auf der anderen Seite. Alle vier haben sich "sanft & deep" auf die Fahne geschrieben, ob das auch was mit ihrer offensichtlich juedischen Herkunft zu tun hat? Jedenfalls gibt es hier keine Versus-DJ-Battle,sondern eine  friedvolle Kooperation.Der 27-Track-Mix der vier enthaelt Downtempo Grooves, Disco-House und auch Sphaerisches - sogar nicht zu knapp..
www.wolflamb-soulclap-djkicks.com


 
 
 
  
 Phreek Plus One - Phreek Party
Joash - Don´t Fear It, Fight It
 
 beide: Compost / Groove Attack                                                                     VINYL-TIPPS
 
 

Neues bei Compost in Muenchen: Phreek Plus One kommen aus Italien und haben sich ihren  Bunga Bunga-Funk! patentieren vassen. Ivan Savoldi, Alessandro Cattenati und Giovanni Guerretti aus Brescia sind zudem aber auch Jazz-Connaisseure und verstehen sich darauf, Garage House, 70's Cosmic Disco, Soul und andere Retrospaesse in ihren Sound zu integrieren. Nach vier Maxis auf Composts Black Label erscheint mit "Phreek Party" ihr Debut mit Gaesten wie  Isabelle Antena, Mr. White oder Nasreen Shah ab.   Play Tracks 1, 5.
www.myspace.com/phreekplusone



Joash aus London  - eine weitere Compost- Neuentdeckung. Der englische Multiinstrumentalist und Produzent zaehlt Serge Gainsbourg. zu seinen Einfluessen und auch sonst ist eine filmmusikaffine Ader in seinen Streicher-Arrangements zu spueren. Das Debüt-Album "Don't Fear It, Fight It" wurde schon als Wundertüte an Nu-Electronica-Tracks bezeichnet, die manche Kritiker sogar an die besten Zeiten des britischen Penguin Café Orchstra erinnern - allerdings spielten dort einst akustische Instrumente die Rolle der von Joash flaechig eingesetzten Elektronik.
www.myspace.com/joashuk    Play Tracks 1,2, 5.



Prommer & Barck - Alex & The Grizzly
Derwin / Alive

Christian Prommer (Drumlesson, Trüby Trio, Voom Voom u.a. - dr ,perc, synth , voc) und Alex Barck (Jazzanova/Sonar Kollektiv - synth, voc) tun sich für ein ambitioniertes Projekt zusammen.   Auf ihrem neuen Eigen-Label Derwin präsentiert das Berlin-Münchener Produzentenduo ein Album, das die Essenz einer Vielzahl von Einflüssen und den angeblich 10%, die jedes Gene an Gutem zu bieten hat): Pop, Jazz, Fusion, House, Hip-Hop, Disco, Folk, Dubstep, Electronica, Wave . Barck überrascht auf "Alex And The Grizzly" als Sänger. Andere Mikro-Gäste:  u.a. Kim Sanders, James Teej und Eva Milner (Hundreds). Angeblich in nur 20 Tagen produziert, beginnt das Album stark, um dann deutlich nachzulassen.  Play Tracks 1,2. Kollege Hell verstieg sich anhand dieses Albums ja zur Aussage, "most innovative & groundbreaking album of our time, I can hear the future." Im Gegenzug lässt sich Kollege Prommer zur Berliner Record Release Party von Hells aktueller "Coming Home"-Compilation laden.                     www.prommerandbarck.com










 
  
 Friedman & Liebezeit - Secret Rhythms 4
 
 Nonplace / Groove Attack
Matthew Dear - Slowdance EP
Ghostly International / Alive                                                                       
 
 

Das auch schon vierte gemeinsame Album von Can-Veteran  Jaki Liebezeit und dem umtriebigen Burnt Friedman. Die 56 Minuten von "Secret Rhythms 4" sind geprägt durch das bekannt trockene, manisch-hypnotische Getrommel Liebezeits auf der einen, Klangmanipulationen, Overdubs,  sequenzartige Gitarren und natuerlich viele Korg MS20-Sounds auf der Friedman-Seite. Dabei haben die beiden diesmal nicht alles allein gemacht: ferner waren Mixer Mark Ernestus (Rhythm & Sound), die Gitarristen Joseph Suchy und Tim Motzer, Hayden Chisholm (Saxophon/Flöte) und Daniel Schröter
(Bass).
www.myspace.com/burntfriedmanjakiliebezeit


Ausnahmsweise an dieser Stelle mal ne EP.  Der junge Texaner Matthew Dear wird musikalisch von Depeche Mode, New Order oder Front 242 gepraegt. Mit selbst erstandenem Equipment macht Dear sich bald auch ans eigne Werk und produziert heute sphaerische Technpopmusik fuer das angesagte Ghostly International Label. In diesem Fall 3 Songs, 9 Versionen und ein Outro.
Play Tracks 1, 3, 11.

www.matthewdear.com





 
  
 InDISKOtabel       TIPP
Comfort Zone 07
Fatboy Slim - Best Of The Bootlegs
 
 Various Artists -- California Sunset / Wave  *   R.02 / H´ART  *  Skint / Rough Trade                
 
  
 

1 Chromeo, Holy Ghost! oder Munk sind nur ein paar der Helden des aktuellen space-euro-indie-whatever-DISKO-Revivals, auf das nun auch das Wave-Labelteam mit der vorliegenden Compilation setzt. Max D. und Tim T. haben 16 kurzweilige Tracks ausgewaehlt, die der eine oder andere vielleicht noch nicht von den ueblich verdaechtigen Hipsterlabels kennt, aber dafuer moeglicherweise aus dem Club.  Material von beispielsweise Groove Armada, The Whitest Boy Alive, The XX, niAs, Non Tiq, Khan - mal im Original, mal als Remix.  Durchaus diskotabel das Ganze - zumal man mit der sexy verschleppten Lindtrom & Christabelle-Nr. "Lovesick" endet.
2  Ein Lounge-Revival, soweit ist es schon. Nach fünfjähriger Pause wird die Comfort Zone-Samplerreihe  bei Repertoire Records fortgesetzt. Die ersten drei Folgen vom Anfang des Jahrtausends werden parallel wieder erhaeltlich gemacht und auf einer Folge 6 eine "Best of" der ersten 5 Folgen zusammengestellt. Folge 7 schliesslich besteht aus 14 (fuer die Serie) neuen Downtempo-Chill-Whatever-Titeln, u.a. von Tosca, Bonobo, , Ulrich Schnaus, Bombay Dub Orchestra, Ganga, Bent, oder den Weathertunes. Comfort Zone-Youtube-Clips.
3 
Mit nicht authorisierten Remixen gehen Rechteinhaber ganz unterschiedlich um - waehrend Major Companies gerne die Lawyermeute loslassen, versuchen Indielabels zuweilen, die kreative Energie im Undergroundbereich  fuer sich arbeiten zu lassen. Wie z. B. Skint, die hier 11 erst nachtraeglich amtlich gemachte Bootleg-Remixe von Fatboy Slim-Hits  praesentieren - 'Best of the Bootlegs". Das bisher vornehmlich im Internet kursierende Material muss sich hinter manchem offiziellen Remix nicht verstecken und kommt ersten Mal auf CD heraus. U.a. mit dabei: Markus Schulz, Funkagenda, Fedde Le Grand, Riva Starr, Thomas Gold, sowie als Bonus ein exklusiver, nur auf dieser CD erhaeltlicher Lazy Rich-Remix.   

 
  
 


 
 

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