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Fantasy Filmfest München 2011 Drucken E-Mail
Cinesoundz-Fazit:  25. Fantasy FilmFest München  2011







 
      


 
Happy Birthday, Fantasy Filmfest

Zum 25. Mal versetzte das Fantasy Filmfest sein Publikum in Angst und Schrecken, animierte zu wohligem Gruseln in den Kinosesseln, reizte zu hysterischen Lachern und Gänsehaut-Attacken. Ein Viertel-Jahrhundert, in dem das Festival oft Trends aufgeschnappt hat: Actionkino aus Hongkong, Splatterkomödien aus den USA, subtile Grusler aus Japan. Horror, Science-Fiction und Thriller sind der Kern des Programms geblieben, bereichert durch bizarre und bezaubernde Arthouse-Filme. „Anspruchsvolles erwarten die Zuschauer heute auch bei Horror und Thriller“, sagt Festivalleiter Rainer Stefan. Er setzte im Jubiläumsjahr auffallend viele ernste Filme aufs Programm. Untergangsszenarien, Massenpanik, Terroranschläge – „Kino reflektiert immer den Zeitgeist. Wenn es das nicht mehr macht, ist es tot.“

So erzählt das diesjährige Centerpiece PERFECT SENSE des Schotten David Mackenzie vom Untergang der Zivilisation. Es spielt jedoch weder die Natur verrückt, noch landen Raumschiffe. Die Menschen verlieren schlicht nach und nach ihre Sinne, können nicht mehr riechen und schmecken, nicht mehr kommunizieren. Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte einer Wissenschaftlerin (Eva Green) und eines Kochs (Ewan McGregor), die inmitten der Auflösung der menschlichen Existenz zueinander finden. Doch was ist das Wesen der Menschlichkeit, wenn der Tastsinn als einziges übrig bleibt?

Beklemmend – und zunehmend brutal – geht es auch in THE DIVIDE von Xavier Gens zu, der als Mitbegründer der neuen französischen Härte gilt. Nachdem sich New York mit gewaltigen Explosionen verabschiedet hat, hofft eine Gruppe Überlebender im bunkerartigen Kellerkomplex ihres Apartmentblocks auf Rettung. Doch als klar wird, dass diese nicht kommt, läuft das Zusammenleben auf ein Machtspiel mit grausamer Konsequenz hinaus. Durch die dünne Membran gesellschaftlich akzeptierter Verhaltensweisen bricht die dunkle, primitive Seite, die jeder in sich trägt.

Der deutsche Endzeit-Beitrag HELL hält da locker mit. Tim Fehlbaum, Absolvent der HFF und Gewinner des diesjährigen Hypo-Förderpreises beim Filmfest München, räumt in seinem Regiedebüt auf mit dem Irrglauben, in Deutschland sei kein Platz für Genrefilme. HELL ist zuerst einmal hell – und dann die Hölle. Ein vom Schicksal zusammengewürfeltes Quartett irrt in einem bis auf winzige Schlitze zugepappten Auto durch eine verödete, von der Sonne versengte Landschaft, immer auf der Suche nach Lebensmittelkonserven und Benzin – bis Fehlbaum die Story unerwartet kippen lässt. Denn es gibt eben nicht nur die vor Licht und Hitze Flüchtenden sondern auch die Anderen... (Kinostart: 22.09.2011)

Aber natürlich gab es auch dieses Jahr wieder allerlei cineastische Leckerbissen abseits des postapokalyptischen Zeitgeistes zu entdecken: Der koreanische Jungregisseur Jo Sung-Hee beweist in seinem rätselhaften Spielfilmdebüt END OF ANIMAL ein beeindruckendes Gespür dafür, mit kleinen Details bedrohliche Stimmungen zu erzeugen. Mit schrägen Figuren und sarkastischem Dialogwitz bringt der Amerikaner Ti West seine Spukshow THE INNKEEPERS in Schwung, während die schrulligen bis mörderischen Bewohner eines Montréaler Apartmenthauses im Thriller GOOD NEIGHBORS von Jacob Tierney auch nicht gerade Lust auf einen Umzug machen.

Auch Opener DON`T BE AFRAID OF THE DARK, Abschlußfilm ATTACK THE BLOCK, die französische Comic-Verfilmung LARGO WINCH II mit einer Stand-Up-Performance des von Tiberius Film extra eingeflogenen, gut aufgelegten Hauptdarstellers Tomer Sisley sowie das Free Screening des fantastischen Pilotfilms zu THE WALKING DEAD waren würdige Highlights im diesjährigen Programm.

Zuguterletzt noch ein Horror-Schmankerl aus Berlin: Regisseur Andy Fetscher schickte sowohl seine Protagonisten als auch die Crew für URBAN EXPLORER auf die wohl düsterste Entdeckungstour durch die Eingeweide Berlins, die jemals unternommen wurde. Um an möglichst authentischen Orten zu drehen, nahm er sogar Verhaftungen wegen fehlender Drehgenehmigungen und Konfrontationen mit den realen Bewohnern des Untergrunds in Kauf...

Eines hat sich nicht geändert beim Fantasy Filmfest: Lust auf Ausgefallenes, Bizarres, Merkwürdiges – jede Art von Kino, in dem Herzblut steckt. Auf 25 weitere Jahre Fear Good Movies!

(C) Gabriela Beck









 

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