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July 31st 2014

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Reviews Pop / Rock 03-12 Drucken E-Mail

     

 * soundtrack *  crossover *  pop/rock  *  catalog  *  jazz electro  *  world  * audiobook * 

 Lana Del Rey - Born To Die
YA-HA! - Immer & Überall
 
 Vertigo Berlin / Universal * YA-HA! Musik / Soulfood  
  
 
´Viel muß man bereits jetzt über Lana Del Rey nicht mehr sagen´, meint der Amazon-Shop unbeholfen. In der Tat, nachdem die Marketing-Posse hinter dem im Spiel mit Retro-, Porno- und Off-Hollywood-Ästhetik rundum-neudesignten Amiland-Kunstgeschöpf mit Lizzy-Grant-Vergangenheit ganze Vorarbeit geleistet hat und der Net- und Blätterwald unisono den Hype raunt & raschelt, ist "Born To Die" ein Selbstläufer, der nur noch in Massen eingetütet werden muss - gern auch als Billigdownload für nen Eurofünfer. Der geschickt über die Feiertagspause verzögerte Tonträger wurde vorab zum Soundtrack für alle, die eine Leere im Pop der letzten Jahre verspüren, hochgejazzt. Alles um das nostalgisch auf den Punkt funktionierende "Videogames" konnte da nur enttäuschen. Mit Ausnahme des Openers "Born To Die" vielleicht treibt der aufdringliche Wall of Sound aus Streicherflächen, aufgesetzt wirkendem 2nd Hand Hip Hop und großteils banalen Melodien der Stimme LdRs jeglichen Narco-Retro-Charme aus. Bleibt der Plattenmajor-Waschzettel: `Manchmal entwickeln sich Stars. Manchmal werden uns Stars einfach aufgedrängt.´ Aha.

YA-HA!´s Kommentar? "Immer & Überall". Sound & Videos  der Band um Sängerin und Regisseurin Janna Wonders und Blumentopf-MC Flo Schuster wirken mit Ihrer spontanen, wenn auch überdeutlichen Verbeugung vor NDW-Größen von Ideal bis Fehlfarben (unter Würdigung von Sternchen wie Nichts) wie der erfrischende DIY-Gegenentwurf aus dem (Münchner) Wohnzimmer gegenüber. Dirksen (Gitarre) und Flo Laber (Bass) komplettieren den Pop-Vierer, der mit Humpe-Gedächtnis-Reimen, Wave-Synthies, markanten Gitarren und treibenden Beats punktet:
„Robotermädchen“, "FCC", "Made In China", "Herz Bleibt Stehen", „Totales Chaos", "Alles & Eins" - YA-HA! funktioniert.

 www.yahamusik.de






 
 
Dionne Bromfield - Good For The Soul
 
 Island / Universal 
  
 

"Yeah Right" - von Lady Gaga hält dieser Soul-Nachwuchs schonmal wenig. Ab dem zarten Alter von zehn erhält Dionne Bromfield privaten Gesangsunterricht, mit elf wird sie vom Lioness-Label Ihrer Patentante Amy Winehouse (R.I.P.) gesignt, mit zwölf kommt ein erstes Album mit Coverversionen populärer Black-Music-Hits der 60er und frühen 70er Jahre heraus. Auftritte im Schlepptau von Amy  & das Album "Introducing" folgen 2009. Wie´s weitergeht für die 15-Jährige? "Time Will Tell." Trotz Unterstützung von Schreibern wie Steve Booker (Duffy) und Paul O'Duffy (Amy W., Dusty S.)  Nicht alle Tracks von "Good For The Soul" überzeugen, doch der Opener hat, wie das offenbar im Vergleich zur Tante geerdetere Früchtchen, ohne Frage Hitpotential.                    Play Tracks 1, 6, 7, 9.
dionnebromfieldmusic.com
 



 
  
 We Have Band - Ternion
 
 Naive / Indigo                                                                                                 LIVE-TIPP                                           
  
 
Londoner Elektrotrio mit Album Numero Zwo. Darren Bancroft und das Ehepaar Thomas und Dede Wegg-Prosser haben also Vertrag, beziehungsweise Band. Auftritte beim Glastonbury-Festival, eine Welttournee und ihr frank & frei ins Rennen geschicktes Debütalbum, von "NME" bis "Dazed & Confused" mit entsprechenden Kommentaren unterstützt, sorgten für eine interessierte Gefolgschaft und hohe Erwartungen an den oft so schwierigen Nachfolger. "Foals" Produzent Luke Smith feilte nun am differenzierteren (Analog-)Sound von "Ternion", das mit lateinischem Titel vage auf etwas von im Vergleich zum Vorgänger  Zeitloseres, inklusive ernsthafterer Texte, hin. Zur strengen Kontrolle empfohlen: Ab 13.3. bis in den April auf Tour - im Münchner Atomic Cafe am 15.3:  We Have Live! Band. 
 
  
 Konea Ra - Pray For Sun
Jennie Abrahamson - The Sound Of Your beating Heart
 
  Vienna Wildstyle / Broken Silence  *  How Sweet The Sound / Cargo 
  
 
Nach vorausgegangenen Lebenszeichen, der „Little Warrior“ EP aus dem letzten Jahr und der aktuell Anfang des Jahres nachgeschobenen "Ping Pong" EP mit diversen Remixen kommt nun das Debüt des Wiener Elektropop-Duos. Sängerin Zamagna und Multiinstrumentalist/Produzent Matthias Cermak a.k.a. Mangara wählen für das Cover eine wild fantasymäßig aufgebrezelte Optik ähnlich der der Australier Empire Of The Sun. Das musikalische Ergebnis von Cermaks neuesten Tüfteleien kommt musikalisch aber weit weniger hymnisch und düsterer daher, zuweilen auch etwas zu konstruiert & tranig für unseren unmaßgeblichen Geschmack. Trip Hop riecht halt doch recht streng, was im gern ins Morbide lappenden Wien ja kein Nachteil sein mag.
www.koneara.com   www.mangara.at

Die schwedische Sängerin Jennie Abrahamson setzt dagegen auf dem Cover ihres aktuellen Albums auf eine für ihre Verhältnisse bisher ungewohnte Düsternis, die den Tenor der durchaus verspielten, elektronischer als früher instrumentierten Popsongs auf "The Sound Of Your Beating Heart" nicht repräsentativ wiedergibt. Der Vergleiche mit Lykke Li oder der mit ihr sogar befreundeten Ane Brun (derzeit mit Peter Gabriel on stage) haken, doch wer Abrahamsons öfters an Belinda Carlisle erinnernde Stimme nicht mag, ist hier eh falsch.  Play Tracks 5, 6.

Live ist Jenny Abrahamson schon im März zu begutachten, u.a. am 12.3. im Münchner Atomic Cafe.
http://jennieabrahamson.com/


LIVE TIPP



  
 Ringo Starr - Ringo 2012
 
 Roccabella Inc. / Universal                                                                                                                         
 
  
Sieh mal an, der notorische Ex-Beatle Ringo Starr mit einem selbstproduzierten, in L.A. aufgenommenen und  in England abgemischten 9- Track-Album. Trotz der Beteiligung von illustren Gastmusikern wie Joe Walsh, Dave Stewart, Don Was, Charlie Haden, Van Dyke Parks oder Edgar Winter haut einen das mittlerweile 17. (!) Soloalbum (wer kennt aus dem Hut mehr als einen Vorgänger?), das an das "Ringo" betitelte von 1973 anknüpfen soll, keineswegs vom Hocker. Anders als im Opener behauptet, findet sich leider kein "Anthem" weit & breit. Starr gibt immerhin Nachwuchs-Filmemachern die Chance, seine Single "Wings" in Szene zu setzen und hat sich im schlechtesten Fall immerhin schon mal für den gerüchteweise geplanten Auftritt mit Paule McCartney und möglichen Rest-Beatles-Nachfahren bei den Olympischen Spielen in London warmgespielt.

 


 
  
 Meg Baird - Seasons On Earth 
 Wichita-PIAS / Rough Trade                                                                                      
  
 
Solides Solo-Album der Sängerin der amerikanischen Nu Folk Band The Espers. Meg Baird aus New Jersey setzt auf erwartungsgemäß auf ruhige Töne, die in den besten Momenten vage an eine junge Carole King erinnern. "Seasons On Earth" ist nach "Dear Companion" von 2007 Bairds zweiter Solo-Ausflug, der mit mehrmaligen Hören wächst und sich durch abwechlsungsreiche Gitarrearbeit auszeichnet. An Referenzen ist ja auch schon einiges zusammengekommen, neben Schwester Laura (The Baird Sisters) schätzen Bonnie 'Prince' Billy, Kurt Vile, Sharron Kraus oder Bert Jansch Meg Baird als Musikerkollegin.

www.megbaird.com



 
  
 The Baker Brothers - Time To Testify  / The Soul Session - One
 
 Record Kicks / Groove Attack *  Agogo / Indigo
 
  
 

Make your move...Das spät (und unvollständig) in der Redaktion aufgeschlagene aktuelle Album der Baker Brothers, einer der "profiliertesten Funk- und Soul-Bands der Gegenwart", sei in Erfüllung unserer Chronistenpflicht  an dieser Stelle kurz erwähnt. Die Brüder aus Bournemouth im Südwester Englands haben ganz offensichtlich -  neben den üblichen Black Music-Verdächtigen auch eine Vorliebe für jazzige Einflüsse à la Steely Dan. Die Band existiert seit zehn Jahren und hat diverse Veröffentlichungen auf die Labels Freestyle, P-Vine, EMI und Loop Masters verteilt. Der siebte Longplayer verläuft ohne Überraschungen - live ist das möglichweise spannender. Check out dates @  www.thebakerbrothers.com

Auch Ralph Kiefer hat sich mit seinem Projekt The Soul Session dem Neo-Soul verschrieben. Der Multiinstrumentalist und Komponist warf für das mit 15 Songs prallgefüllte Album seine Erfahrung als Pianist, Bandleader, Studiomusiker und Arrangeur, u. a. bei den Poets Of Rhythm in die Waagschale und konnte Gäste wie Bajka, De-Phazz-Sänger Karl Frierson sowie Declaime aka Dudley Perkins für den Part am Mikro gewinnen. Kiefer traut sich hier auch an eine insgesamt 17-minütige "S.O.S.-Suite" und genrefremde Klassiker wie "Light My Fire" (Doors) oder "A Horse With No Name" (America), was zusätzlich für Auflockerung sorgt.

www.soulart.info/





 
  
 AaRON -  Birds In The Storm
LAL
 
 Wagram/Edel  * Public Transit/Groove Attack                                                                                 LIVE-TIPP
 
 
 
 
Der Nachfolger zum selbstbetitelten Debütalbum "Artificial Animals..." - inclusive "U-Turn (Lili") -  des Band-Projekts von Simon Buret & Olivier Coursier, erschliesst sich nicht im Schnelldurchgang. Electronica trifft auf konventionelles Songwriting, melancholische Düsternis auf Nouveau Chanson, respektive Burets englische Vocals. Eine gelegentliche fatale Nähe zu Coldplay-Pathos ist Buret dabei nicht fremd. Geschmackssache.

Ab 22. März auch in deutschen Landen mit Verstärkung auf Tour - am 27.3. im Münchner Ampere (Muffatwerk).
Weitere Termine und Panorama-Bilder vom Live-Zuspruch in Frankreich unter:
weareaaron.tumblr.com/

Die aus Bangladesh stammende Sängerin & Aktivistin Rosina Kazi formt mit den Kollegen Nicholas Murray (Barbados) und Ian de Souza (Uganda) das  gesellschaftlich ambitionierte Trip Hop-Trio LAL, das im Kern bereits seit 1998 an ihrer Fusion des nicht gerade frischen Genres mit  Elektronik-, World Music- und Popelementen schraubt. Der vorliegende, mittlerweile vierte Longplayer spiegelt erneut den für Toronto heute typischen multikulturellen Hintergrund wieder. Zusammen mit anderen Musikern. Filmemachern, Künstlern, Dichtern, Tänzern und politischen Aktivisten  arbeiten LAL an der besseren Welt. „Wir sind ein riesiger, gerechtigkeitshungriger Organismus...mit der hartnäckigen Hoffnung, dass es Möglichkeiten gibt, in dieser furchterregenden, konsumdominierten Welt mit Kreativität zu überleben."                                                           http://cargocollective.com/lal





 
 
 
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