Honey Don´t! - Margaret Qualley likes Girls - again.

Honey, Don´t!
UPI - D-Kinostart 11.09.2025
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Ganz schön retro: das Plakat zu Ethan-Coens queerem B-Krimi No.2.
"I Like Girls." Margaret Qualley erneut eindeutig festgelegt. In o.a. Szene (mit Aubrey Plaza als Police-Gespielin MG) zudem unverkennbar: Andie MacDowells Tochter.
"Nicht in der Sakristei!" Chris Evans als absurde Sexprediger-Karikatur.
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Honey Don´t!... shoot? Lesbische Bettszenen, Einiges an Blut & Geballler sowie familiäre Traumata in der kleinstädtischen US-Provinz - wem all das bekannt vorkommt: Im letzten Jahr beackerte nicht nur Love Lies Bleeding von Rose Glass mit Kristen Stewart, Katy O´Brian (& Ed Harris), sondern auch Ethan Coens Drive-away Dolls das genau gleiche Terrain - letzterer ebenfalls bereits ein Margaret Qualley-Feature. Der nun vorliegende zweite Teil von Ethan Coens & Ehefrau Tricia Cookes lesbischer B-Movie-Trilogie (die mit Go, Beavers! ihren Abschluss finden soll, funktioniert leidlich als mit Noir-Klischees & sprechenden Namen durchtränktes filmisches Fast Food, das aber nicht in mit Bruder Joel inszenierte schwarzhumorige Coups wie Fargo, The Big Lebowski oder No Country For Old Men heranreicht. Qualley als im Normalbetrieb meist Seitensprünge abarbeitende Privatdetektivin Honey O'Donahue bekommt es mit einer Mordserie zu tun, die auch den State-Police-Ermittler Marty Metakawich (Charlie Day) überfordert. Dessen Avancen blockt sie zugunsten einer Affäre mit der in der Asservatenkammer schmachtenden Polizistin MG (Aubrey Plaza) ab, die irgendwie auch mit den Mordfällen und dem Verschwinden von Honeys Nichte zu tun hat. Bis die Zuschauer das kapieren, nerven noch einige heillos überzeichnete Szenen im Four-Way Temple, einer von Reverend Drew (Chris Evans) zur Rotlicht- & Drogen-Butze umfunktionierten evangelikalen Kirche. Coen-Selbstzitate, Oneliner à la Marlowe und Running Gags wie die „I have a pussy and I vote"-Aufkleber, die Honey als "MAGA"-Antidote im Handschuhfach spazierenfährt, begleiten - nebst einiger schwächerer Geplänkel und Drehbuchlängen, etwa die Szenen mit Honeys unterforderter Assistentin - das Ganze bis zu einem recht abrupten Finale. Coen wollte wohl trotz aller wohlbekannter Zutaten auf keinen Fall vorhersehbar finishen. Und hält Honey und sich (aber nicht Evans stupide lechzendem Reverend) eine Sequel-Option offen. ♦ - sr ♦ Trailer ♦ ♦ UPI-Film-Website ♦
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