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Mercy - Thrillerkino um KI-Justiz - Filmstart 22.01.26

mercy

Sony - D-Kinostart 22.01.2026

filmz 11 25 Keeper Artwork DCM 2⇑ Mercy inszeniert eine KI-Justiz-Dystopie - die Digitaluhr tickt.

filmz 11 25 Keeper Artwork DCM 2⇑ Maddox (Rebecca Ferguson) ist Richterin, Jury und Henkerin in einem – unbestechlich und einzig mit Fakten zu überzeugen. Oder?

filmz 11 25 Keeper Artwork DCM 2Gefesselt an einen Exekutionsstuhl darf LAPD-Detective Chris Raven (Chris Pratt) auf jede digitale Information zugreifen. Datenschutz? Egal.

filmz 11 25 Keeper Artwork DCM 2Ravens Partnerin beim LAPD (Kali Reis) unterstützt ihn in unter vollem Körpereinsatz und mithilfe modernster Fortbewegungsmittel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Los Angeles der nahen Zukunft ist das Justizsystem endlich effizient - zumindest von der Warte eines Trump´schen Rechtsverständnisses betrachtet:

Keine Richter, keine Geschworenen, keine endlosen Verfahren. Stattdessen eine unbestechliche KI, die Schuld rein faktenbasiert berechnet und bei mehr als 92 Prozent Wahrscheinlichkeit kurzerhand die Exekution anordnet. Eine Verhandlung dauert 90 Minuten...

Exakt  so wenig Zeit bleibt auch LAPD-Detective Chris Raven (Chris PrattGuardians of the Galaxy), um dem Algorithmus zu beweisen, dass er seine Frau nicht ermordet hat. Andernfalls heißt es: `game over´.

Ironischerweise sitzt Raven ausgerechnet vor jenem KI-System namens Mercy, an dessen Entwicklung er selbst beteiligt war. Sein virtuelles Gegenüber Maddox (Rebecca FergusonDuneMission: Impossible – Rogue Nation) ist dabei Richterin, Jury und Henkerin in einem.

Gefesselt an einen Exekutionsstuhl darf Raven zwar nicht aufstehen, dafür aber auf praktisch jede digitale Information zugreifen: Kameras, Polizei-Akten, Kontoauszüge oder Smartphones. Datenschutz ist hier offenbar ein nostalgisches Konzept aus der Vergangenheit.

Regisseur Timur Bekmambetov (Ben Hur, Wächter der Nacht) bietet seinem Publikum eine Dystopie im Stil moderner Desktop-Thriller: große Teile des Films spielen sich in Echtzeit auf Bildschirmen ab.

Die ersten 45 Minuten funktionieren als dichtes, unangenehm aktuelles Gerichtsdrama über Schuld und Erinnerung. Danach schaltet Mercy einen Gang höher und entwickelt sich auch noch zum Verschwörungsthriller inklusive Terrorplot, Verfolgungsjagd und Explosion. Das ist spannend bis zur letzten Minute.

Bekmambetov stellt dabei durchaus relevante Fragen: Wie viel Macht darf künstliche Intelligenz haben? Und was passiert, wenn Effizienz wichtiger wird als Gerechtigkeit? Der Film beantwortet das nicht subtil, aber immerhin unterhaltsam.

Die hier inszenierte Gesellschaft wirkt 2026 erschreckend plausibel: totale Überwachung, Bürgerrechte auf Abruf, Polizei im Dauerstressmodus – mit Blick auf (nicht nur) die USA sind wir auf dem besten Weg dorthin. Dass dabei nicht alles logisch durchdacht ist, verzeiht man dem Film gern – schließlich läuft die Uhr. 

-gb


 Trailer Sony-Film-Website

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